Schadensbilanz Merkel PDF Drucken E-Mail
Planungsgruppe   
Mittwoch, den 15. Mai 2013

Klientelpolitik und soziale Spaltung …

  • Mövenpicksteuer, Steuergeschenke für Reiche, Milliardenverschwendung Betreuungsgeld, Strafvereitelung bei internationaler Steuerhinterziehung, aber: Kürzungen zu Lasten von Arbeitslosen, tatenlos bei steigenden Mieten und Energiekosten, keine Anerkennung von Lebensleistung in der Alterssicherung

Privilegien und Chancenungleichheit …

  • „Bildungsrepublik“ bleibt leere Worthülse, 10-Prozent-Ziel aufgegeben, Kita-Ausbau erlahmt, Betreuungsgeld verschärft ungleiche Chancen
  • Blockade der Frauenquote für Führungspositionen, keine Entgeltgleichheit

Lohndumping zu Lasten des Steuerzahlers …

  • Täuschen und Tricksen beim Mindestlohn, Missbrauch von Leiharbeit, Ausweitung von Niedriglöhnen

Investitionsstau …

  • Kahlschlag bei Städtebau und sozialer Stadt
  • Kommunen fehlt das Geld zu investieren
  • Wortbruch bei steuerlicher Forschungsförderung
  • Zeitverschwendung bei CO2-Gebäudesanierung

Chaos in der Energiepolitik …

  • Steigende Umlagen, steigende Preise, stockender Netzausbau

Verlogenheit in der Eurokrise …

  • Krisenländer in der Abwärtsspirale, Eurozone in der Rezession, Negativrekord bei Arbeitslosigkeit in Europa, EZB häuft faule Kredite an, Risiken für den deutschen Steuerzahler steigen

Versprochen – Gebrochen

 
Politischer Bericht PDF Drucken E-Mail
Frank-Walter Steinmeier   
Dienstag, den 14. Mai 2013

Peer Steinbrück hat Anfang dieser Woche die ersten drei Köpfe seines Kompetenzteams vorgestellt, die das breite gesellschaftliche Bündnis zwischen organisierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, liberalem Bürgertum und kreativen Intellektuellen verkörpern, das die SPD erneuern will:

  • Mit Klaus Wiesehügel einen gestandenen Gewerkschafter, der die Politik auch der SPD nicht unkritisch begleitet hat, der aber immer mit uns überzeugt war und ist, dass es die Sozialdemokratie braucht, um gefährliche Fehlentwicklungen und Missbrauch am Arbeitsmarkt zu korrigieren und Gerechtigkeit durchzusetzen.
  • Mit Gesche Joost eine junge Netzexpertin, die den vom Internet getriebenen, fundamentalen Umbruch in Gesellschaft und Wirtschaft versteht, eine offensive und innovative Netzpolitik vertritt und mit uns soziale und demokratische Konzepte für die digitale Moderne in Deutschland umsetzt. 
  • Mit unserem Ersten Parlamentarischen Geschäftsführer Thomas Oppermann einen profilierten Innen- und Rechtspolitiker, der die Erschütterung des Rechtsempfindens durch die schwarz-gelbe Klientelpolitik aufgreift und nach all der Selbstgerechtigkeit und Maßlosigkeit von CDU, CSU und FDP, die sich den Staat zur Beute machen, gegen das Recht des Stärkeren die Stärke des Rechts wieder zur Geltung bringt.    

Die schamlose Vetternwirtschaft und Versorgung von Parteigängern mit Staatsämtern werden wir mit aller politischen Entschlossenheit angreifen, denn eine Demokratie verträgt diese Verwahrlosung des Rechts nicht. Auf dem SPD-Landesparteitag in Bayern haben wir das Startsignal zur Aufholjagd bis zur Landtagswahl gegeben. Alles ist dort offen. Nichts ist entschieden. Mit Christian Ude an der Spitze können und wollen wir die CSU von der Macht vertreiben! Diese selbsternannte Staatspartei versinkt im Strudel von Skandalen. Lange waren die Bayern großzügig mit der Selbstgerechtigkeit und Selbstbedienung ihrer CSU-Oberen. Seit 55 Jahren predigen die öffentlich Wasser und saufen heimlich Wein. Über zig Skandälchen und Affären wurde der Mantel des Schweigens gedeckt. Zig Mal Besserung versprochen. Jetzt sind es die Menschen leid. Das Land braucht Ehrlichkeit. Was es nicht braucht, ist eine CSU in der Regierung, die politisch und moralisch kaputt ist. Der Freistaat wird erst dann wieder eine stolze Größe in der Bundesrepublik sein, wenn der politische Anstand zurückkehrt. Dafür steht Christian Ude!

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Mit dem Doppel-Pass zur Integration PDF Drucken E-Mail
Planungsgruppe der SPD-Bundestagsfraktion   
Dienstag, den 14. Mai 2013

Rund 3.400 junge Deutsche, die eine zweite Staatsangehörigkeit besitzen und dieses Jahr 23 Jahre alt werden, zwingt der Staat in einen Loyalitätskonflikt: Behalten sie die deutsche Staatsangehörigkeit und geben auf ihren zweiten Pass ab – oder behalten sie ihre ausländische und verlieren die deutsche Staatsbürgerschaft? Wenn sie sich nicht rechtzeitig entscheiden oder auch nur die Frist zur Rückmeldung an die Behörden versäumen, dann macht der Staat die jungen Deutschen wieder zu Ausländern.

Fast eine halbe Million deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit ausländischen Eltern werden in den nächsten 15 Jahren gezwungen, eine ihrer beiden Staatsangehörigkeiten abzugeben. Die Optionspflicht im Staatsangehörigkeitsrecht lässt ihnen keine andere Wahl als auf einen Teil ihrer Identität zu verzichten. Der Lebensrealität der jungen Menschen wird das nicht gerecht. Die Optionspflicht schadet der Integration, überfordert viele Jugendliche, belastet die Verwaltung und passt nicht zu einem modernen Staatsangehörigkeitsrecht.

Hinzu kommt: Der Optionszwang schafft ein Staatsbürgerschaftsrecht erster und zweiter Klasse: Denn schon heute werden zwei Pässe bei jeder zweiten Einbürgerung akzeptiert. Generell erlaubt ist der Doppel-Pass beispielsweise bei allen Eingebürgerten mit einer Schweizer oder einer EU-Staatsbürgerschaft.

Während Schwarz-Gelb mit der Optionspflicht an einem zentralen Integrationshemmnis festhält, wollen wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten die doppelte Staatsbürgerschaft zum selbstverständlichen Teil der Anerkennungskultur in der deutschen Einwanderungsgesellschaft machen. Es ist wünschenswert, dass die Menschen, die dauerhaft rechtmäßig hier leben, auch am politischen und gesellschaftlichen Leben gleichberechtigt teilhaben. Deshalb fordern wir, die Optionspflicht abzuschaffen und Mehrstaatigkeit auch bei der Einbürgerung zu ermöglichen.
Optionspflicht abschaffen

 

 
Zum deutsch-schweizerischen Steuerabkommen PDF Drucken E-Mail
Joachim Poß   
Donnerstag, den 25. April 2013

Warum es völlig richtig war, das von Bundesfinanzminister Schäuble ausgehandelte Steuerabkommen mit der Schweiz abzulehnen:

Das deutsch-schweizerische Steuerabkommen war ein Affront gegen die vie­len ehrlichen Steuerzahler in Deutschland und ein von Schäuble und Merkel billigend in Kauf genommener Anschlag auf die Steuergerechtigkeit.

Die Schweizer Regierung wollte das dortige Bankgeheimnis möglichst weit­gehend schützen und die Geschäftstätigkeit der Schweizer Banken in Deutschland erleichtern. Die langjährigen guten Geschäftsbeziehungen der Schweizer Finanzbranche mit deutschen Kunden/Steuerhinterziehern sollten gewahrt werden. Dafür hätte Deutschland auf Steueransprüche und Strafver­folgung verzichtet, die Kompetenzen der deutschen Finanz- und Justizbehör­den wären erheblich – und wahrscheinlich verfassungswidrig – eingeschränkt worden. Die Grundsätze einer rechtssicheren, gerechten und gleichmäßigen Besteuerung wären durch das Abkommen mehrfach verletzt worden.

  • Die im Abkommen vorgesehene Behandlung unversteuerter Vermö­genswerte in der Schweiz („Altfälle“) wäre eine klare Privilegierung der dahinter stehenden Steuerhinterzieher gewesen. Über eine pauschale Nachversteuerung hätten diejenigen, die Kapital in der Schweiz ange­legt und nicht wie erforderlich versteuert haben, Legalität und damit Straffreiheit erlangt. Nach geltendem deutschem Recht schützt auch eine Selbstanzeige den Steuertäter - allerdings bei vollständiger Offenheit gegenüber der Finanzverwaltung und umfassender Steuer­nachzahlung - vor Strafverfolgung. Laut Steuerabkommen sollte die pauschale Nachversteuerung ausreichen; die Steuerhinterzieher wä­ren anonym geblieben. Das wäre nichts anderes als moderner Ablass­handel gewesen.
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Nur eine gerechte Gesellschaft ist eine starke Gesellschaft PDF Drucken E-Mail
Anja Linnekugel - SPD-Bundestagsfraktion   
Donnerstag, den 25. April 2013

Bundestag diskutiert Sozial- und Lohnpolitik

Peer Steinbrück machte in seiner Rede in der Debatte zur Lohn- und Sozialpolitik im Bundestag deutlich, dass „die industriellen Fertigkeiten, die Wettbewerbsfähigkeit, ein starker Mittelstand mit einem besonderen unternehmerischen Ethos, eine sehr gute Forschungslandschaft, die duale Ausbildung und die Sozialpartnerschaft“ Deutschland stark gemacht hätten. Aber für Deutschlands Stärke stünden noch mehr „das Aufstiegsversprechen an alle tüchtigen und fleißigen Bürgerinnen und Bürger, die Chance auf einen besseren Bildungsabschluss als ihn die Eltern gehabt hätten, die faire Teilhabe am wirtschaftlichen Erfolg oder intakte Kommunen, die Bildung, Sport, Kultur, Sicherheit und Kinderbetreuung als Leistungen für all diejenigen bereit stellen, die es sich privat nicht leisten können“, stellte Steinbrück fest.

Trotz Deutschlands Stärke herrscht eine soziale Schieflage

Für Steinbrück zählten auch der Sinn für Maß und Mitte, für Anstand und Fairness. Die soziale Marktwirtschaft könne nur durch den sozialen Ausgleich existieren. Auch heute sei Deutschland stark, aber nicht alle könnten daran teilhaben, sagte Steinbrück.

Heute arbeiten 6,8 Millionen Menschen in Deutschland für einen Stundenlohn von unter 8,50 Euro. 1,4 Millionen von ihnen verdienen weniger als fünf Euro in der Stunde. Fast 1,5 Millionen Menschen im Alter von 25 bis 35 Jahren haben keinen Schul- und keinen Berufsabschluss. 71 von 100 Akademikerkindern besuchen die Hochschule. Aus Arbeiterfamilien sind es nur 24 von 100 Kindern. Und Frauen verdienen im Durchschnitt 22 Prozent weniger als Männer für die gleiche Arbeit.

Anstand, Ehrlichkeit und Fairness werden mit Füßen getreten

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