Merkel organisiert den Stillstand PDF Drucken E-Mail
Lina Beling - SPD-Bundestagsfraktion   
Donnerstag, den 06. Juni 2013

An diesem Donnerstag haben die Redner der SPD-Fraktion in einer Aktuellen Stunde die sozialpolitischen Wahlversprechen der Kanzlerin debattiert.

„Die Kanzlerin hat die Maske fallen lassen, und wir alle waren Zeugen“, eröffnete der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier die Aktuelle Stunde. Die Kanzlerin und ihre Anhänger machten sich zu Wiederholungstätern. Die Versprechen vom Wochenende sei eine Wiederholung des Wahlbetruges von 2009: Damals habe Merkel zusammen mit Guido Westerwelle (FDP) Steuersenkungen von 24 Milliarden Euro versprochen. Die seien niemals gekommen. Nun versichere die Kanzlerin dem Wahlvolk nach SPD-Berechnungen 46,6 Milliarden Euro - ohne einen Cent Gegenfinanzierung - und bereite den erneuten Betrug vor. „Es ist dreist, wie Sie die Wähler hinter die Fichte führt“, bekräftigte Steinmeier und bilanzierte die finanzielle Lage des schwarz-gelben Haushalt: „Wir haben heute 100 Millionen Euro Neuverschuldung, und das bei Rekordeinnahmen. Wenn Sie sich nun vor die Wähler stellen und behaupten, sie hätten ordentlich gewirtschaftet, dann ist das nichts als Heuchelei.“ Die Regierung habe die Euro-Krise benutzt, um sich zu verstecken, und statt einige der neuen Ideen umzusetzen, 45 sinnlose Gipfel veranstaltet und nichts entschieden. Steinmeier: „Das ist Organisation von Stillstand. Das ist Hoffen auf bessere Zeiten. Sie gestalten nicht die Zukunft, weil sie Angst haben“.

„Ich hatte gedacht, Sie nutzen hier die Gelegenheit Ihre Pläne zu erklären. Stattdessen kann ich nur zu dem Schluss kommen, die Union glaubt selber nicht daran noch einmal Verantwortung zu übernehmen“, zeigte sich Carsten Schneider, Sprecher der SPD-Arbeitsgruppe Haushalt, enttäuscht von der Regierung. Angestoßen von den Plänen in Milliardenhöhe, widmete sich der Finanzexperte den Haushaltszahlen der aktuellen Regierung. „Jedes Jahr war die Ziffer rot, nicht mal 2014 erreichen Sie trotz Rekordeinnahmen eine 0 vor dem Komma.“ FDP und Union hätten es nicht mal geschafft, Schulden zu tilgen trotz exzellenter wirtschaftspolitischer Lage. Im Gegenteil: „Sie sind angetreten, als das Wirtschaftswachstum bei 4 Prozent lag, in diesem Jahr liegt es bei 0,4 Prozent. Das ist das Ergebnis Ihrer Politik“, so Schneider. Die Koalition gehe mit dem Geld der Steuerzahler nicht solide um. „Sie haben den Staat ausgehöhlt statt für mehr Gerechtigkeit zu sorgen.“

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Dieser Minister ist entzaubert! PDF Drucken E-Mail
Alexander Linden - SPD-Bundestagsfraktion   
Mittwoch, den 05. Juni 2013

Die Drohnen-Affäre ist für Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) nach Ansicht der SPD längst nicht ausgestanden - im Gegenteil.

Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Rainer Arnold, sagte am Mittwoch nach dem Auftritt des Ministers im Verteidigungsausschuss des Bundestages: "Es ist inzwischen eindeutig: Wir stehen ganz am Anfang der Klärung vieler wichtiger Fragen." Mit Blick auf Äußerungen de Maizières, er behalte sich personelle Konsequenzen vor, fragte Arnold: "Was meint er mit Konsequenzen - seinen eigenen Rücktritt?"

In einer von der Koalition beantragten Aktuellen Stunde im Parlament konstatierte Arnold, dass de Maizière offenbar jahrelang nicht wusste, was in seinem Haus eigentlich passiert. Das nun auf Mitarbeiter zu schieben - wie de Maizière es angedeutet hatte - sei "schäbig". Arnold entlarvte die Strategie des Ministers, so zu tun, als habe er mit nichts zu tun. Der Verteidigungsexperte fragte auch, worüber in der Leitungsebene eigentlich geredet werde, wo doch alle Großprojekte auf den Prüfstand sollten? Für ihn ist eindeutig, dass de Maiziére ab der Staatssekretärsebene "politisch verantwortlich" sei. Er forderte unter Applaus den Minister zum Rücktritt auf.

Warum Werbung bei der Nato für ein fehlerhaftes Projekt?

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Politischer Bericht PDF Drucken E-Mail
Frank-Walter Steinmeier   
Dienstag, den 04. Juni 2013

Führt Merkel ein ganzes Wahlvolk hinter die Fichte?

Flutkatastrophe in Sachsen und Bayern

Die Flutkatastrophe in Sachsen und Bayern weckt Erinnerungen an die große Flut von 2002. Wieder müssen Tausende von Menschen ihre Häuser verlassen. Viele sind verzweifelt. Die Katastrophenhelfer von Feuerwehr, THW und Polizei sind unermüdlich im Einsatz. In dieser Stunde brauchen die betroffenen Menschen ein klares Signal der Solidarität. Allen Helferinnen und Helfern gebührt unser Dank. Sie leisten Großartiges. Wer Schäden erlitten hat und nicht weiter weiß, soll sich darauf verlassen können, dass mit einem Sofortprogramm geholfen wird. Da ist auch der Bund gefordert, rasch zu handeln. Betroffenheitsgesten allein reichen nicht aus.

Drohnen-Debakel

In dieser Woche beschäftigt das Drohnen-Debakel den Deutschen Bundestag.

Aus einem Problem bei der Beschaffung einer Aufklärungsdrohne für die Bundeswehr ist eine andere Frage geworden: Hat Verteidigungsminister Thomas de Maizière in schwerer Weise seine Amtspflichten verletzt? Wurde der Deutsche Bundestag getäuscht, wurden Informationen zurückgehalten und wurde dadurch eine halbe Milliarde Euro Steuergeld verschwendet?

Tatsache ist: Mehr als 500 Millionen Euro sind in den Sand gesetzt worden, ohne dass eine flugfähige Drohne geliefert wurde.

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Altmaier: Netter Typ, bunte Show, keine Ergebnisse PDF Drucken E-Mail
Anja Linnekugel - SPD-Bundestagsfraktion   
Donnerstag, den 16. Mai 2013

SPD diskutiert Nullbilanz des Umweltministers

Vor gut einem Jahr löste die Kanzlerin ihren Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) wegen Erfolglosigkeit ab. Peter Altmaier (CDU) sollte als neuer Umweltminister verhindern, dass das Missmanagement bei der Energiewende das Bundestagswahlergebnis verhagelt. Auf Verlangen der SPD-Fraktion fand am 16. Mai eine Aktuelle Stunde zur einjährigen Bilanz von Minister Altmaier statt.

Die Bilanz: „Netter Typ, bunte Show und praktisch keine Ergebnisse“, fasste SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber ein Jahr Altmaier zusammen.

Da schwärme einer von den Chancen der Erneuerbaren Energien, da betone einer die Wichtigkeit von Klimaschutz, da rede einer über biologische Vielfalt, und da beschwöre einer den Ressourcenschutz. Doch dann komme wieder die Methode Röttgen: „Nach den warmen Worten folgt nichts“, sagte Kelber. Noch schlimmer: Altmaier bremse die Erneuerbaren Energien aus. Er bekämpfe wichtige Instrumente des Klimaschutzes. Er folge dem Landwirtschafts- und dem Wirtschaftsministerium und tue nichts für die biologische Vielfalt und lege kein Wertstoffgesetz vor. Kelber sprach von einer „Nullbilanz“ Altmaiers.

Ein Umweltminister, der keine Umweltpolitik macht

Seit einem Jahr ist die Öffentlichkeit Zeuge des Dauerstreits von Altmaier und Wirtschaftsminister Rösler (FDP) und auch die Kanzlerin schaut diesem Treiben nur zu. Altmaier hatte bei Amtsantritt eine bessere Koordinierung der Energiepolitik angekündigt. Die bestand jedoch nur aus zwei Treffen der zuständigen Staatssekretäre – das ist mehr als mager. Ulrich Kelber gestand Altmaier zu, dass es eine Prüfung sei, mit Rösler Ergebnisse erzielen zu müssen. Doch er fragte sich, warum immer der Umweltminister nachgeben müsse. „Was hat die Umwelt von einem Umweltminister, der keine Umweltpolitik macht? Gar nichts“, stellte Kelber klar. Als „ein besonderes Bubenstück“ bezeichnete Kelber Altmaiers Strompreisbremse. Die Analyse in diesem Papier ist richtig: Nicht der Zubau der Erneuerbaren Energien treibt den Strompreis nach oben, sondern der Zusammenbruch der Preise am Strommarkt. Doch genau für dieses Problem habe Altmaier keinen Vorschlag, sondern er wolle den Zubau der Erneuerbaren bremsen, kritisierte Kelber. Der Umweltminister hatte sogar gedroht, der Preis für die Energiewende werde 1 Billion Euro kosten, wenn seine Vorschläge nicht umgesetzt werden. Wie er auf diese astronomische Summe kommt, will Altmaier öffentlich aber lieber nicht erklären, sondern nur mündlich unter vier Augen. Seine Strompreisbremse aber hat die Kanzlerin längst kassiert.

Aus Sicht der SPD-Fraktion ist der Zuwachs bei den Erneuerbaren Energien kein Problem, sondern die Chance und die Lösung für die Energiewende. Deshalb wollen die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gegensatz zum Umweltminister auch nicht auf die Bremse treten. Die SPD-Fraktion will vor allem Privathaushalte mit geringen Einkommen bei der Stromsteuer entlasten. Das aber lehnt Altmaier ab.

Beim Thema Fracking versagt Altmaier auch

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Keine Castortransporte mehr nach Gorleben PDF Drucken E-Mail
Anja Linnekugel - SPD-Bundestagsfraktion   
Donnerstag, den 16. Mai 2013

Bundesregierung muss Zusage einhalten

Die SPD-Bundestagsfraktion hat in ihrer Sitzung am 14. Mai 2013 einen Beschluss anlässlich der 1. Lesung des Gesetzentwurfs zur Suche eines atomaren Endlagers (Standortauswahlgesetz) am 17. Mai gefasst: "Vertrauen schaffen, Zusagen einhalten – keine weitere Zwischenlagerung in Gorleben."

Der Gesetzentwurf wurde gemeinsam von den Fraktionen von CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis90/Die Grünen ins Parlament eingebracht. Im März 2013 hatten Bundesregierung, Länder und die im Bundestag vertretenen Fraktionen einen Kompromiss ausgehandelt. Die neue Suche nach einem geeigneten und sicheren Endlager für hochradioaktive Abfälle soll transparent, ergebnisoffen und nach dem Stand von Wissenschaft und Technik erfolgen. Gorleben ist im Gesetzentwurf genauso wie alle anderen möglichen Standorte weder gesetzt noch ausgeschlossen.

Für die Bevölkerung rund um Gorleben ist die Zusage enorm wichtig, dass die 26 Castortransporte mit dem Atommüll, den Deutschland von 2015 an aus den Wiederaufbereitungsanlagen in Sellafield und Le Hague zurücknehmen muss, nicht nach Gorleben gehen sollen, sondern auf andere Zwischenlager verteilt werden müssen. Das hatte die Bundesregierung während der Verhandlungen zugesagt. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) und der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) stellten diese Vereinbarung als Teil des Kompromisses am 24. März 2013 der Öffentlichkeit vor.

Andere Bundesländer sollen Atommüll zwischenlagern

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