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Sehr geehrter Herr ..., Sie sprechen sich für die Abschaltung der alten Kernkraftwerke und somit für einen schnellstmöglichen Ausstieg aus der Atomenergie aus. Insbesondere weisen Sie auf die Risiken der Laufzeitverlängerung angesichts fortbestehender Terrorgefahr hin. Die SPD-Bundestagsfraktion teilt Ihre Befürchtungen.
In der SPD-geführten Regierung hatten wir mit den Grünen den Atomausstieg beschlossen. Auch heute stehen wir für eine umweltfreundliche Industriepolitik, die auf den Einsatz energieeffizienter Spitzentechnologien und eine Zukunft mit erneuerbaren Energien setzt. Spätestens seit dem Reaktorunfall in Tschernobyl 1986 steht fest: Die Hochrisikotechnologie Atomkraft kann kein gutes Modell für künftige Energieversorgung sein.
Die SPD setzt sich nach wie vor dafür ein, dass die besonders störanfälligen Kraftwerke möglichst schnell abgeschaltet werden. Die anhaltenden Störfälle in den Atomkraftwerken sowie der Zustand der Atommülllager Gorleben und Asse beweisen immer wieder aufs Neue, dass Atomenergie hoch gefährlich ist. Ungeachtet dessen beabsichtigt die schwarz-gelbe Regierung, die alten Reaktoren länger laufen zu lassen. Damit würde dauerhaft weiter hoch radioaktiver Atommüll produziert, für den es kein sicheres Endlager gibt. Schwarz-gelb versucht, allen Risiken und ungelösten Fragen zum Trotz den Atomausstieg rückgängig zu machen.
Gemeinsam mit zahlreichen Umweltinitiativen sorgt die SPD derzeit für einen wachsenden Protest gegen die Energiepolitik der schwarz-gelben Regierung. Zwei Tage vor dem Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe finden am 24. April 2010 bundesweit zahlreiche Aktionen gegen Atomkraft statt.
Ich werde mich weiterhin für den Atomausstieg sowie für eine sichere und saubere Umwelt einsetzen. Es darf zu keiner Renaissance der Atomkraft kommen.
Mit freundlichen Grüßen
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